Speisen, Weine und Veranstaltungen im historischen Weinkeller

Das Bild zeigt den Eingang zum Weinkeller Gewölbe

Öffnungszeiten

Montag-Freitag
11:00 - 14:30 Uhr
17:30 - 22:00 Uhr

Samstag, Sonntag, Feiertags
11:00 - 22:00 Uhr

Zur Geschichte des Weinkellers

An der Stelle unseres Weinkellers stand in romanischer Zeit die Kapelle "Beatae Mariae Magdalenae". Der Kirche zu Merseburg stand Obedienz (Gehorsamspflicht), Zehnt und Kollation (Besetzungsrecht) zu. Im Jahre 1427 wurde diese Kapelle durch den Tod des Kanonikers (Chorherrn) Johannes de Goth vakant und den Kanonikern der Merseburger Kirche, Otto von Hayn und Johann Herbord, übertragen. Seit dieser Zeit kümmerte sich niemand mehr um diese Kapelle und mit den Jahren verfiel sie.

1538 besuchte der Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen öfter die seitlich vom Kellereingang gelegene Herberge "Ausspanne zur weißen Küche", wechselte seine Pferde und verlieh dem Besitzer 1538 das Braurecht.

Zur Lagerung des für den eigenen Bedarf gebrauten obergärigen Braunbiers, im Volksmund "Puparsch" genannt, und den Wein, der in kleinen Mengen in dieser Gegend angebaut und gekeltert wurde, musste ein Lagerkeller gebaut werden.

Da die Gegend zweimal im Jahr überflutet wurde, entschloss man sich, den Keller auf den Berg zu bauen, an dem die Reste der verfallenen Kapelle standen.

So wurde also aus den Steinen der ehemaligen Kapelle 1539 dieses Tonnengewölbe gebaut.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Keller nicht nur zur Lagerung von Bier und  Wein, sondern auch zur Lagerung von Eis genutzt, welches in der Luppe geschlagen wurde, die in unmittelbarer Nähe des Kellereingangs vorüberfließt.

In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges versteckten sich die Einwohner vor den Plünderern und Brandstiftern in diesem Keller.

Während des zweiten Weltkrieges wurde der Keller auch als Luftschutzbunker genutzt. Später wurden in ihm Kartoffeln und Rüben gelagert.

1985 fanden sich die ortsansässigen Handwerker zusammen, schachteten den Keller wieder aus und machten ihn begehbar. Die lustigen Handwerker dieser Gegend feierten zu jeder Gelegenheit ihre Feste in diesem schönen restaurierten Gewölbe.

1990 bauten wir neben den Keller in gleicher Tiefe den für einen Gaststättenbetrieb notwendigen Versorgungstrakt unter die Erde. Im August 1991 eröffneten wir unseren "Kurfürstlichen Weinkeller". Das im hinteren Teil des Kellers gelegene zweite Gewölbe wurde im Sommer 1993 im gleichen Stil nachgebaut. Damit schufen wir einen zusätzlichen Raum, der vorwiegend von unseren Stammtischgästen genutzt wird.

Zahlreiche philharmonische Konzerte im Weinkeller bereichern das kulturelle Leben unserer Region.


Praktisch vor unserem Kellereingang befinden sich der Wallendorfer-und Raßnitzer See. Der Goseradweg, der Elsterradweg, die alte Salzstraße und der Jakobsweg, die am Weinkeller vorbeiführen, werden von Wanderern und Radfahrern gern benutzt und erkundet. Im Sommer laden die beiden Seen zum Baden ein. Seit Jahren ist der Weinkeller ein beliebter Treffpunkt für Radler und Wanderer geworden.

Seit der Eröffnung als Restaurant bemühen sich alle Mitarbeiter unseres Weinkellers, Fachpersonal und Lehrlinge, darum, Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Da wir alle Speisen für Sie frisch zubereiten, kann es passieren, dass es unter Umständen etwas länger dauert. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

Einen angenehmen Aufenthalt und schöne Stunden der Entspannung wünscht Ihnen

Das Team um Ha.-Jo. Pomian